emilio adani

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Rosa war nicht immer Mädchensache

funfactfriday-headgrafikWenn man einkaufen geht, kennt man das. Auf der einen Seite stehen die rosa Sachen für Mädchen und auf der anderen die blauen Sachen für Jungs. Diese Farbeunterscheidung fängt schon bei der Geburt an und zieht sich durch viele Lebenssituationen.

Heutzutage reicht es oft schon dir das Baby kurz anzugucken und schon weiß man genau Bescheid ob Junge oder Mädchen. Die Eltern kaufen Strampelanzug, Schühchen und Deckchen in Rosa um zu zeigen: Mein Kind ist ein Mädchen. Wenn man alles in blau kauft versuchen Eltern der Welt zu demonstrieren, dass sie einen echten Kerl als Sohnemann haben.
Und wenn man fragt, warum das so ist, heißt es: Das war doch schon immer so. Aber falsch gedacht!

Früher war genau das umgekehrt: Rosa galt als Jungenfarbe und junge Mädchen trugen hellblau.

Wenn man genau darüber nachdenkt, scheint es auch gar nicht so unsinnig. Rosa ist eine abgeschwächte Version von Rot und das steht ja bekanntlich für Kraft, Energie und Entschlossenheit. Das sind Charaktereigenschaften die als sehr männlich gelten und so entschied man kleinen Jungen das „kleine Rot“ zuzuordnen.

Die Farbe hellblau hingegen ist in der christlichen Geschichte die Farbe der Muttergottes Maria und steht für Treue, Wahrheit und Ruhe. Das war wohl der Grund warum Mädchen als Babys die Farbe hellblau zugesprochen wurde.

Wie man sieht, ist nicht immer alles so wie man denkt, denn Blau wurde einfach nur zur „Jungenfarbe“ weil es als unempfindlicher gegen Schmutz galt und nicht weil jemand entschied, dass Rosa nur was für Mädchen ist. Es lag wohl an den Matrosenanzüge und auch Blaumänner das Blau immer mehr in der Männerdomäne zu finden war und so wurde es immer mehr zum Farbton der für Jungen stand. Zudem war es Anfang des 20. Jahrhunderts sehr angesagt, kleinen Jungen Matrosenanzüge anzuziehen – sodass als Kontrast für Mädchen zwangsläufig nur Rosa übrig blieb. So ist es bis heute geblieben!